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Dobermann-Rescue HUNGARIA e.V. | Freitag, 21 November 2008
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Nina

 Nina, eine ca. 4-5 Jahre alte Hündin, wurde uns als Notfall gemeldet, während wir bei der Ungarnfahrt im Dezember 2005 verschiedene Tierheime besucht hatten. Daß es dringend war, ist uns klar gewesen und wir verloren auch keine Zeit - dennoch benötigten wir 1,5 Stunden, bis wir sie holen konnten.

Wir fanden im dortigen Quarantänezwinger ein kleines Häufchen Elend, welches nach Luft rang. Nina wurde uns ins Auto gebracht, denn laufen konnte sie nicht mehr, sie war sehr schwach. Ich blieb hinten auf der Ladefläche des Autos und versuchte, sie zu beruhigen, damit sie mehr Luft bekommen konnte. Sie krampfte fürchterlich.

Auf der Fahrt nach Budapest, die noch einmal etwas über eine Stunde dauerte, avisierten wir telefonisch in der Klinik, daß wir mit einem Notfall zu ihnen unterwegs waren. Es sollte keine Zeit verloren gehen. Nina beruhigte sich während der Fahrt etwas, sie war wohl froh, im warmen Auto zu sitzen und sie suchte engen Körperkontakt. Hinlegen konnte sie sich aufgrund der Atemnot nicht, deshalb stützte ich sie, so gut ich konnte.

 Als wir die Klinik erreichten, konnte ich im Licht das Ausmaß erst richtig erkennen. Nina hatte schwere Staupe und auch der behandelnde Arzt in der Klinik machte uns nach seiner Untersuchung keine Hoffnungen. Nina hatte aufgrund der schweren Verlaufsform und der bereits eingetretenen Untertemperatur keine Chancen mehr. Wir konnten ihr nicht mehr helfen und so starb sie wenig später ruhig und entspannt in meinen Armen. Das war das mindeste, was wir ihr noch geben konnten: Frieden, Wärme und Geborgenheit. Und Vertrauen.

   

Nina's Tod hat mich mitten ins Herz getroffen. Es war und ist schwer zu akzeptieren, daß man ein Leben manchmal beenden muß, um ihm zu helfen. Es hatte nicht sollen sein und Nina wird für uns alle unvergessen bleiben. Der liebe Gott hatte sie zu sich gerufen und wir glauben fest daran, daß sie uns verziehen hat. Mein kleines Ninchen, lebe wohl....

Sabine WInklmann

 

 
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