Dobermann - Rescue HUNGARIA e.V. Tierschutz in Ungarn ...
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Aktuelles, Stilblüten und Kuriositäten aus dem UTsch ...

 

Liebe Gäste,

angeregt durch verschiedene Blogs aus dem Bereich der Tierwelt wollen wir hier unsere bisherigen Kolumnen (z.B. "Death sells") einfließen lassen und immer wieder aktualisieren, bzw. erweitern. Wir sind der Ansicht, dass man das Thema "Tierschutz", respektive UTsch (Ungarn-Tierschutz) durchaus kritischer beleuchten sollte, denn das Bild ist zwar manchmal - aber eben längst nicht immer so schön rosarot, wie es oftmals gerne gezeichnet wird. Wir möchten dabei betonen, dass es sich weitestgehend um die persönlichen Ansichten der Autorinnen und Autoren handelt. Die positiven Erlebnisse werden wir namentlich benennen, die negativen werden wir allerdings wie bisher grundsätzlich anonymisieren - auch aus juristischen Gründen.

Herzlichst
Ihr DRH-Team




12.07.2008: Hundevermitlung ist Tier- UND Menschenschutz!

Ein recht sensibles Thema, zugegeben.

Aber wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass es nicht damit getan ist, so viele Hunde in so kurzer Zeit wie möglich aus Ungarn heraus zu schaffen und an jeden abzugeben, der gerade "hier!" gerufen hat. Es ist wichtig zu prüfen, ob Hund und Bewerber auch tatsächlich zusammen passen und ob ausreichende Erfahrungen vorhanden, bzw. die örtlichen Gegebenheiten in Ordnung sind.

Es begegnen uns leider fast wöchentlich Vermittlungsinserate, in denen auch typische ungarische Hunderassen oder deren Mischlinge unter hanebüchenen Beschreibungen angepriesen werden. Dazu muss man wissen, dass nahezu alle Rassen des Herkunftslandes Ungarn oder generell aus Osteuropa reine Arbeitshunde waren, bzw. noch sind und in der Regel eher keine Begleit- oder Gesellschaftshunde - das gilt in besonderem Maße für Herdenschutzhunde. Man nimmt also mit der Vermittlung eines Kuvasz, eines Komondors oder des in Ungarn ebenfalls weit verbreiteten Kaukasen eine große Verantwortung auf sich, zumal niemand eine zuverlässige Aussage treffen kann, aus welchen Verhältnissen diese Hunde tatsächlich stammen.
Immer wieder wird die Rassezugehörigkeit verniedlicht und um eventuell potentielle Interessenten nicht von vornherein durch die (ehrliche) Bezeichnung Herdenschutzhund abzuschrecken, kommen halbseidene Umschreibungen, wie "Kauki", "Kaukimix", "Wuschel" oder "Knuddelbär" hinzu.

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08.07.2008: Eine Hundefamilie, die Schutzengel suchte und fand... (Update)



Am 08. Juni erhielten wir Kenntnis von einer sich anbahnenden Tragödie im Raum Budapest. Eine Hundefamilie, bestehend aus den Elterntieren und deren drei Junghunden, die auf einem alten, ungesicherten Firmengelände mehr schlecht als recht lebte und ein auf der Straße, im gegenüberliegenden Graben lebender Rüde befanden sich in latenter Gefahr, von den oft mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahrenden Autos erfasst zu werden. Dazu gesellte sich vor kurzem noch ein weiterer Rüde, dem man seine sehr schlechte Verfassung bereits von weitem ansehen konnte.
Sicherlich keine Einzelschicksale in Ungarn, aber wir wussten davon und in einer gemeinschaftlichen Aktion mit anderen Tierschützern konnte bisher fast allen Hunden geholfen werden.

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28.03.2008 in nomine patris - et filii - et spiritus creditocartus sanctus...

Schon vor Jahren ist Tierfreunden, welche ihre 7 Sinne noch einigermaßen beeinander haben aufgefallen, dass sich Abzocke im Bereich "Tierhaltung" manchmal kaum noch toppen läßt. Eine besonders skurile, aber nicht minder unterhaltsame (!) Form, Menschen um ihr Heilgstes, nämlich ihr sauer verdientes Geld zu bringen, ist das Marktsegment "Tierkommunikation".

Hundetrainer/-in kann jeder werden. Tierkommunikator/-in auch. Doch was genau will der Tierkommunikator dem Hund sagen oder umgekehrt: sich vom Tier sagen lassen? Hier einmal zur Erheiterung die Reportage der Berliner Zeitung aus dem Jahre 2004, aktuell wie nie zuvor:

Nicole S. (32) spricht kranke Haustiere gesund
Ich bin die Meerschweinchen-Flüsterin!
von KATRIN PFEIFER

Charlottenburg - "Lilly möchte mehr Hühnerfleisch zu fressen bekommen und sich öfter mal im Dreck wälzen dürfen", sagt Nicole S., 32. Lilly sitzt hechelnd vor ihr, wedelt zustimmend mit dem Schwanz.
Der 5 Monate alte Jack-Russel-Mix gehört Dagmar L., 45. Die Unternehmerin ist zu Nicoles Praxis in der Pxxxxr Straße gekommen, weil sie ihren Hund endlich verstehen möchte. Da ist sie bei Nicole gerade richtig. Denn das Ex-Modell ist Tierkommunikatorin, hat die Gabe, mit Tieren zu sprechen. Eine kurze Berührung, ein intensiver Blick - schon weiß sie, wo Hund, Katze oder Wellensittich der Schuh drückt.

Der nächste Patient ist Meerscheinchen Eugen, 2. Der Kleine verweigert seit Tagen das Fressen. "Eugen ist sehr androgyn veranlagt. Ihm fehlt eine weibliche Bezugsperson", erklärt Nicole dessen Besitzer Peter K., 37. Und siehe da: Kaum wird Eugen von Nicoles zarten Frauenhänden gekrault, fällt er mit Appetit auf das Büschel Petersilie vor seiner Nase her. Peter ist begeistert: "Toll, wie Nicole das macht!"

Die kümmert sich schon wieder um das nächste Tier - Yorkshire-Terrier Gipsy, 3. Nach einem kurzen "Gespräch" mit dem nervösen Fellknäuel ist für sie die Sache klar: "Gipsy vermißt seine Mutter, sehnt sich außerdem nach dickem Gras und Waldboden unter seinen Pfoten."

Für alle, die genau wie Nicole mit Tieren sprechen möchten, bietet die Tierkommunikatorin Ausbildungs-Seminare an. Infos und Termine gibt's unter Tel.: xxxxxx  oder im Internet unter  www.xxxxxxxxx.de.

Wenn Sie, geneigte Leserinnen und Leser, nun Ihre Lachtränen aus den Augen gewischt haben: geben Sie doch einmal das Stichwort "Tierkommunikation" in eine der Suchmaschinen ein. Sie werden nicht schlecht staunen, wie groß dieser Markt ist. Jede -mehr oder weniger professionell gestaltete- Internetseite bietet natürlich Seminare an, in denen die Kommunikation mit dem Tier gelehrt werden soll - Mindestgebühr 200 Euro. Pro Teilnehmer, natürlich. Selbstredend auch, dass Sie als potentiell Geneppter gar nicht erst zu erscheinen brauchen, wenn Sie nicht wirklich daran glauben - was in der Umkehr bedeutet: wenn Sie nur dumm genug sind anzunehmen, Ihr Haustier würde Sie danach "fühlen" lassen, dass es gerne auch mal ein Eigelb in sein Futter bekäme, seien Sie herzlich Willkommen, das Seminar am Ende um mindestens 200 Euro ärmer zu verlassen. Aber dafür glücklich und in dem stürmischen Glauben zu wissen, wie sich ein Eigelb in der Futterschüssel Ihres Hundes anfühlt und vielleicht klemmt man Ihnen zum Abschied auch noch das "Gesprächsprotokoll" mit unter den Arm - für Zuhause, zum Einrahmen.

Amen. 

 

 

 
13.03.2008 Rock for Animals!

Am 25. April 2008 findet in Budapest erstmalig eine Benefizveranstaltung in Form eines Rock-Festivals statt.

Sample Image

Der Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten und anderer Dinge (wie z.B. Zeichnungen der Vermittlungshunde u.v.a.m.) geht an folgende Tierschutzvereine in Ungarn:

Wir finden, dies ist eine hervorragende Aktion, da sie auch die jüngeren Menschen in den Tierschutzgedanken mit einbezieht, denn wie die Zukunft auch hinsichtlich dieser Thematik aussehen wird, hängt ganz entscheidend mit von den nächsten Generationen ab. Wir wünschen allen Beteiligten von Herzen viel Erfolg und gutes Gelingen.

Rock for Animals!


 
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