“ Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann ”   Schopenhaue

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 "Tierhilfe" und zu dem Wort wollen auch wir THU.ch gerecht werden, soll in erster Linie auch in der Zukunft für uns bedeuten:

©tierhilfe-ungarn.ch 2008

vor Ort helfen, betreuen und für die Ärmsten und Heimatlosen, welche niemand eine Heimat geben will, neue Lebensplätze zu schaffen. Für die Ärmsten, welche noch nicht das Glück haben, in liebevollen Händen betreut zu werden. Sie sind an der Kette schutzlos gegen den Wind, Schnee und dem Regen ausgeliefert und leben irgendwo hinten in verdreckten Schweineställen. Sie sind zu einem sinnlosen Leiden und Dahinvegetieren verurteilt.

All die Hunde , die auf Ihr Glück noch kurze oder längere Zeit warten müssen, oder die vielleicht nie das Glück haben werden, weil sie krank oder geschwächt sind, all diese armen Wesen, die nichts dafür können dass sie geboren wurden - oder gar produziert - brauchen uns.                                         In dem Sinne:

Herzlich willkommen auf der Homepage des Vereins Tierhilfe Ungarn.ch!

10.Juli

Hunde, die Ihre Hilfe brauchen...  >>

29. Mai 2008

Einige regelmässige Besucher unserer Homepage und langjährige Gönner haben uns gefragt wie es mit dem Tierheim in Kaposvar weitergehen wird.

Wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, steht Tierhilfe-Ungarn.ch zur Zeit weder mit Kaposvar noch mit einem anderen Tierheim in Ungarn in direktem Kontakt. Wir arbeiten sehr eng mit TPU zusammen, welche die Projekte in Kaposvar und Szekesfehervar mit grosser Erfahrung und Wissen unterstützt.

Unser kleiner Verein wäre aus diversen Gründen nicht in der Lage, alleine ein Projekt von A bis Z zu planen, zu betreuen, die Planung erfolgreich umzusetzen, vor Ort die erbrachten Leistungen zu kontrollieren und Ihnen die Berichte zu präsentieren. Diese Aufgaben nimmt uns unser deutscher Partnerverein ab und wir sind ihm sehr dankbar dafür, dass er die Projekte in unserem Sinne verwirklicht. (Projekt = ein Vorhaben; realistisch, geplant und mit dem Ziel, es erfolgreich durchzuführen).

Es ist auch in der Zukunft sehr wichtig, dass Sie uns und unserem Partnerverein TPU, der Kaposvar und Szekesfehervar betreut, treu bleiben. Nur gemeinsam und ohne Rücksicht auf Grenzen können sichtbare Veränderungen und Verbesserungen in den ungarischen Tierheimen realisiert werden.

Wir haben bereits die fünfte Ausgabe der Vereinszeitung „Lebensplatz“ von TPU per Post erhalten und Sie werden bald die Möglichkeit haben diese Online lesen zu können. Ich erlaube mir aus dieser Ausgabe einen kurzen Ausschnitt aus dem Vorwort hervorzuheben:

„Das endende Jahr 2007 und das beginnende Jahr 2008 liessen uns wieder kaum zur Ruhe kommen: Zum Nachdenken und Planen blieb uns fast keine Zeit. Ständig - und zwar in einem Masse, wie wir es bisher noch nicht kannten – wurden wir mit dem Leid verletzter Tiere in Szekesfeheravr und Kaposvar regelrecht überschüttet. Jeder einzelne Notfall ein Lebewesen, das ohne Ihre und unsere Hilfe verloren wäre. Unsagbares Elend , verbunden mit Hunger und Schmerzen bei Hunden und Katzen.        Von den Menschen gequält, vergessen oder weggeworfen - oder aber, wenn sie etwas „Glück“ hatten, in unserem Tierheimen entsorgt. Ferner Tötungsanlagen, die überquellen, Tiere, die uns mit ihren flehenden Augen ansehen, denn sie haben sonst niemanden mehr, der sich ihrer annimmt.“

28. Mai 2008

Liebe Leserinnen und Leser,

Als wir erfuhren, dass unser deutscher Partnerverein TPU eine umfangreiche Projektwoche in Szekesfehervar plant, haben wir die Gelegenheit wahrgenommen um auch von Seitens der Tierhilfe-Ungarn.ch persönlich mithelfen zu können.

Aus persönlichen Gründen reiste ich schon vier Wochen früher nach Ungarn, wogegen Doris und Bettina spätabends am 18. Mai bei mir in Siofok am Plattensee eintrafen.

Am 19. Mai besuchte uns der erste Vorsitzende vom TPU, Wolfgang Stephanow, der sich jedoch bald wieder auf dem Weg machte, da er in einer Ortschaft in der Nähe des Plattensees drei Hütten an Kettenhunde verteilen wollte. Gleichzeitig nahm er, nach längeren Verhandlungen mit dem Besitzer, aus diesem Dorf drei ausgehungerte und misshandelte Hunde (eine Hündin mit zwei Welpen) mit.

Wie vereinbart traffen wir Wolfgang am Nachmittag im Norden des Plattensees bei Veronika welche etwa 200 Katzen betreut.

Wolfgang spendete Veronika einige Hundert Kilos Katzenfutter und wir durften ausgiebig das Gelände und die Lebensräume der Katzen besichtigen. Bei dieser Gelegenheit fiel uns auf, dass viele der weiblichen Jungkatzen erst kürzlich sterilisiert wurden.

Veronika bat Wolfgang aus der Nachbarschaft zwei Hundewelpen und deren Mutter mitzunehmen. Die Mutter wurde von einem ungarischen Tierschutzverein (der scheinbar keine Verantwortung kennt was die Kastration der Hunde angeht) bei der Familie in die Pflege gegeben. Die Hündin suchte aber bereits zweimal das Weite und wurde bei diesen „Ausflügen“ natürlich gedeckt. Nach wiederum langen und mühsamen Verhandlungen konnte Wolfgang die zwei Welpen kostenlos mitnehmen. Die Hündin, die bereits wieder trächtig war, durfte unter der Bedingung bleiben, dass sie sterilisiert wird. Veronika, die Leiterin des Katzenheimes wird dafür sorgen, dass die Sterilisation auch tatsächlich durchgeführt wird. Die Kosten werden vom TPU übernommen.

Am 20. Mai trafen wir (Erika, Doris und Bettina) gegen Mittag im TH Szekesfeharvar ein, wo wir auf die Gäste aus Deutschland warteten. Unsere Sachspenden wie z.B. Katzen- und Hundeutensilien, Verbandsmaterial (vielen Dank an www.arme-pfoten.ch), eine Sägemaschine, Frottéetücher, Zeckenmittel, etc. haben wir der Tierheimleiterin Gyöngyi Krepsz übergeben.

Wie die Projektwoche in Szekesfehervar ablief, lesen Sie bitte hier >>

Die vier Tage, welche wir in Szekesfehervar verbracht haben, erlauben uns eine objektive Meinung zu bilden. Das Tierheim in Szekesfehervar gehört - obwohl es auch dort noch viel zu tun gibt - zu den modernsten Tierheimen in Ungarn. Dieses Ergebnis konnte nur erreicht werden, weil auch das Pflegepersonal und die Leitung professionelle Hilfe zulässt und Vorschläge zur Verbesserung akzeptiert und bestmöglich umsetzt.

Eins sollte aber unbedingt vor Augen gehalten werden: die Menschen vor Ort arbeiten täglich 9 Stunden im Tierheim und sie sind diejenigen, die die Verantwortung für den alltäglichen Tierschutz und die Tierpflege übernehmen. In diesem Tierheim weiss jeder, was er zu tun hat und es gibt einen klar definierten Tagesablauf (Fütterung, Reinigung, ärztliche Versorgung usw.), der auch regelmäßig und vorbildlich eingehalten wird.

Dank meinen Ungarisch-Kenntnissen konnte ich mich mit dem Personal unterhalten, wodurch auch ihre Sorgen und Freude an der Arbeit offenbart wurde. Diese Menschen sehen tagtäglich missbrauchte und halbverhungerte Tiere, sie haben wie wir auch eigene Probleme und sie benötigen viel Kraft um dieser psychische Belastung zu widerstehen. Eine Kraft welche die meisten von uns nicht täglich aufbringen könnten. Ohne die liebevolle und verantwortungsbewusste Art der Tierheimleiterin Gyöngyi würde es diesen Zusammenhalt beim Personal und bei den Freiwilligen nicht geben.

Unser grosser Respekt und Dank gilt in Szekesfehervar Gyöngyi, Betti, Isti und all die anderen!

Dank der Aktion der Tierhilfe-Ungarn.ch konnten wir in Siofok den Strassenkater „Komodus“ untersuchen und kastrieren lassen. Für eine Katze, welche jahrelang als Gebärmaschine bei einer alten Frau lebte, und deren Baby wollten wir eigentlich einen schönen Lebensplatz in der Schweiz suchen, mussten aber beide aufgrund schlechter Testergebnisse (FIP) zurücklassen. Glücklicherweise liess sich vor Ort eine sehr optimale Lösung finden und derzeit geht es beiden gesundheitlich gut. Wir werden jedoch dafür sorgen, dass die Mutterkatze sterilisiert und das Katerchen, wenn er alt genug ist, kastriert wird. Gleiches bieten wir auch für den im selben Haushalt lebenden getigerten Jungkater an.

Dies sind immerhin drei resp. vier Katzen in einem Wohnquartier, welche keine Jungen mehr zeugen oder gebären werden – und dies bedeutet, dass in den nächsten Jahren ein paar hundert kleine Kätzchen weniger zur Welt kommen werden. Hunderte kleine Kätzchen, die eigentlich gar niemand will, die oft sofort und meist qualvoll getötet werden oder ansonsten selber wieder Junge zeugen oder gebären. Kastrationen sind und bleiben die einzige vernünftige Lösung und bedeuten aktiven Tierschutz.

Warum ausgerechnet Tierschutzprojekt Ungarn?

  • damit die Neuerungen und Verbesserungen in Szekesfehervar vollendet werden können.
  • damit weitere Tierheime vom TPU unterstützt und die Umstände auch dort nachhaltig verbessert werden können.
  • damit Notfälle, kranke, halbverhungerte und alte Tiere eine Chance bekommen.
  • damit auch Kettenhunde dank einer Hütte genügend Schutz vor Kälte und Hitze haben.
  • damit möglichst viele Katzen und Hunde kastriert und geimpft werden können.

Aus diesen und vielen weiteren Gründen möchten wir Sie nochmals herzlichst bitten, unseren deutschen Partnerverein im Sinne von „Tierschutz ohne Grenzen“ weiterhin zu unterstützen. Bitte helfen Sie mit, dass es den Tieren in Ungarn etwas besser geht.

Sie können sicher sein, dass das Tierschutzprojekt Ungarn dem Namen, den es trägt absolut gerecht wird und den Aufgaben, die es sich selber stellt, gewachsen ist.

Sie können Ihre Spende an uns mit dem Vermerk Tierschutzprojekt Ungarn (TPU)“ überweisen oder direkt an TPU.


Interessieren Sie sich für eine Katzenpatenschaft? Werfen Sie einen Blick auf die Homepage vom Sunlight for Animals. Dort befinden sich unsere lieben ungarischen Kätzchen, die sehr dankbar wären eine liebe Patin oder einen Paten nur für sich zu haben.

 ArtistaPinki